Die Sauerkirsche ist ein klassischer, zuverlässiger Obstbaum polnischer Gärten und Obstgärten. Sie ist frosthart, und viele Sorten sind selbstfruchtbar, sodass sie ohne Befruchter tragen. Nachfolgend ein praktischer Ratgeber der Baumschule Drzewka Kusek.
Sauerkirsche-Setzlinge – die beliebtesten Sorten
- Łutówka (Graniasta) – klassisch, säuerlich und ertragreich; hervorragend für Konserven, teilweise selbstfruchtbar.
- Kelleris – frosthart, selbstfruchtbar und ertragreich; schmackhafte, dunkle Früchte.
- Nefris – selbstfruchtbar und ertragreich; dunkle Früchte, gut für Saft und Konserven.
- Debreceni (Debreczyńska) – süß-säuerlich, ertragreich, mit Tafelqualität.
- Ujfehertoi Fürtös – ungarisch, selbstfruchtbar, mit dunklen, stattlichen Früchten.
Sauerkirsche-Setzlinge – Unterlagen und Befruchtung
Viele Sauerkirschsorten sind selbstfruchtbar (z. B. Łutówka, Kelleris, Nefris) – sie tragen ohne Befruchter, wobei eine benachbarte Sorte den Ertrag meist verbessert. Die Wahl der Unterlage bestimmt die Wuchsstärke:
- Steinweichsel (Mahaleb) – starker Wuchs und tiefes Wurzelsystem; verträgt trockenere, leichtere Böden.
- Vogelkirschen-Sämling – starker Wuchs, stattliche Bäume.
- Schwachwüchsige Unterlagen (Typ Gisela) – schwächerer Wuchs und früherer Ertrag; für kleinere Gärten.
Düngung der Sauerkirsche – was ist zu beachten?
- Im Frühjahr – Stickstoffdünger zur Förderung von Wuchs und Fruchtansatz.
- Im Sommer und Herbst – Kalium und Phosphor für den Geschmack und die Gesundheit des Baumes.
- Empfehlenswert sind Kompost oder Mist; den Boden leicht sauer halten.
Schnitt der Sauerkirsche – wie und wann?
Die Sauerkirsche trägt an Kurztrieben und einjährigen Trieben. Vernachlässigt neigt sie zum Verkahlen langer Triebe, daher soll der Schnitt jungen Zuwachs anregen:
- Auslichtungsschnitt – am besten nach der Ernte oder im zeitigen Frühjahr; dichtstehende sowie alte, erschöpfte Triebe entfernen.
- Regelmäßiges, mäßiges Einkürzen regt den Baum zu neuem, fruchttragendem Zuwachs an.
- Eine ausgelichtete Krone ist besser durchlüftet, was Pilzkrankheiten begrenzt.
Krankheiten der Sauerkirsche und wie man ihnen vorbeugt
- Sprühfleckenkrankheit (Blumeriella) – verursacht vorzeitigen Blattfall; Zusammenrechen und Entfernen befallener Blätter sowie Schutz sind entscheidend.
- Monilia-Fruchtfäule – faulende Früchte und welkende Triebe; mumifizierte Früchte entfernen.
- Bakterienbrand – Gummifluss und Absterben der Triebe; an trockenen Tagen schneiden und die Wunden schützen.
Schädlinge
- Kirschfruchtfliege – ihre Larven verursachen madige Früchte; rechtzeitige Bekämpfung ist wichtig.
- Schwarze Kirschenblattlaus – kräuselt und schwärzt junge Blätter und Triebspitzen.
- Spinnmilben – verursachen Silbrigkeit und Vertrocknen der Blätter.
Kontrolle, Fallen und die Förderung natürlicher Feinde der Schädlinge helfen.
Sauerkirsche-Setzlinge – Pflegekalender
- Frühjahr: Stickstoffdüngung, Schutz gegen Sprühflecken und Blattläuse.
- Sommer: Schnitt nach der Ernte, Schutz gegen die Kirschfruchtfliege, Bewässerung bei Trockenheit.
- Herbst: Laub zusammenrechen (mindert Sprühflecken), Kalium-Phosphor-Düngung.
- Winter: Auslichtungsschnitt, Weißeln der Stämme, Kontrolle des Baumzustands.
