Die Aprikose ist ein wärmeliebender Steinobstbaum mit außergewöhnlich süßen, aromatischen Früchten. Sie blüht sehr früh, daher sind ein warmer, geschützter Standort und der Schutz der Blüte vor Frost entscheidend. Nachfolgend ein praktischer Ratgeber der Baumschule Drzewka Kusek.

Aprikosenbaum-Setzlinge – die beliebtesten Sorten

  • Harcot – kanadisch, ertragreich und frosthart; schmackhafte, orangefarbene Früchte.
  • Goldrich – große, feste Früchte; gut für Tafelobst und Konserven.
  • Somo – selbstfruchtbar, ertragreich und relativ frosthart.
  • Morden Early – kanadisch, früh und frosthart.
  • Ungarische Beste (Węgierska) – eine klassische, süße, zuverlässig tragende Sorte.

Aprikosenbaum-Setzlinge – Unterlagen und Standort

Die Aprikose blüht außergewöhnlich früh, wodurch ihre Blüte sehr anfällig für Spätfröste ist. Sie braucht einen warmen, sonnigen und geschützten Platz (idealerweise nach Süden) auf durchlässigem, nicht zu feuchtem Boden.

  • Myrobalane (Sämling) – vielseitig und bodentolerant; eine beliebte Unterlage für Aprikosen und Pfirsiche.
  • Aprikosen- oder Pfirsichsämling – gute Verträglichkeit und starker Wuchs, stattliche Bäume.

Düngung der Aprikose – was ist zu beachten?

  • Im Frühjahr – mäßige Stickstoffdüngung zur Förderung von Wuchs und Fruchtansatz.
  • Im Sommer und Herbst – Kalium und Phosphor für den Geschmack und die Vorbereitung auf den Winter.
  • Empfehlenswert sind Kompost und ein fruchtbarer, durchlässiger Boden.

Zu viel Stickstoff vermeiden – er verzögert das Ausreifen der Triebe und erhöht die Frostgefahr.

Schnitt der Aprikose – wie und wann?

Die Aprikose trägt an Kurztrieben und einjährigen Trieben, daher sollte der Schnitt mäßig, aber regelmäßig sein:

  • Am besten an warmen, trockenen Tagen schneiden – idealerweise im Sommer nach der Ernte; die Wunden heilen schneller, was Infektionen (Bakterienbrand) begrenzt.
  • Die Krone auslichten und dichtstehende Triebe entfernen für besseren Lichteinfall und Durchlüftung.
  • Starken Schnitt an kühlen, feuchten Tagen vermeiden – er begünstigt die Infektion der Wunden durch Krankheitserreger.

Krankheiten der Aprikose und wie man ihnen vorbeugt

  • Monilia-Fruchtfäule (Monilia) – die schwerwiegendste; sie befällt Blüte, Triebe und Früchte. Schutz während der Blüte und das Entfernen mumifizierter Früchte sind entscheidend.
  • Bakterienbrand des Steinobstes – Gummifluss und Absterben der Triebe; an trockenen Tagen schneiden und die Wunden schützen.
  • Schrotschusskrankheit – Löcher in den Blättern; luftige Krone und Kupferschutz helfen.

Schädlinge

  • Blattläuse – verformen die Blätter und schwächen den jungen Zuwachs.
  • Spinnmilben – verursachen Silbrigkeit und Vertrocknen der Blätter.
  • Obstmade und Blattwickler – schädigen Früchte und Triebe.

Regelmäßige Kontrolle, die Förderung natürlicher Feinde und rechtzeitige Schutzmaßnahmen helfen.

Aprikosenbaum-Setzlinge – Pflegekalender

  • Frühjahr: Blütenschutz vor Frost, Spritzung gegen Monilia während der Blüte, Stickstoffdüngung.
  • Sommer: Schnitt nach der Ernte, Bewässerung bei Trockenheit, Schädlingskontrolle.
  • Herbst: Kalium-Phosphor-Düngung, Laub zusammenrechen, Bäume schützen.
  • Winter: Frostschutz, Weißeln der Stämme, Kontrolle des Baumzustands.